Unikat Kinderkurzgeschichten

„Wörter sind Gold wert!“

Begeistern Sie Kinder mit einem persönlichen, individuellen und mitreißenden Abenteuer!

Ein Erlebnis, welches sie zu jeder Zeit, an jedem Ort und bei jedem Wetter erleben können!

Wortgewandt schreibt die Kleinen für ein Zeltabenteuer auf dem Mond, auf ein Schloss, auf eine unbekannte Insel, auf einen Vampirschönheitswettbewerb oder auf ein Piratenschiff und nimmt sie mit auf ihre eigene Reise!

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Schauen Sie in meiner Bücherei vorbei! Stöbern Sie sich durch die Textrubriken: Kinderei, Liebelei, Allerlei und Schnaufi-Abenteuerei.

Der Tintendrache

Sophie und Henry sind in letzter Zeit oftmals mit ihrem neuen ledrigen Freund auf Abenteuerexpedition. Sie haben das faltige Gepäckstück von ihrer Oma Inge geschenkt bekommen. Der braune Koffer war in Kindertagen ihr liebster Begleiter.

Mit ihm hatte sie die wildesten Erlebnisse durchflogen. Bei der letzten Entrümpelung ihres Dachbodens hatte sie ihren alten Gefährten in einer dunklen Ecke wiedergefunden.

Er war völlig verstaubt und sein Braun war bereits stark ausgeblichen. Viel zu lange Zeit hatte sie ihren Koffere Herbert auf dem Speicher vergessen. Herbert war nicht irgendeine Habseligkeit! Er war viel zu außergewöhnlich um einfach vergessen zu werden! Sie entstaubte Herbert und wandte sich an Wortgewandt. Wortgewandt fasste ihre persönliche Abenteuerreise in Worte, schrieb sie in einer Geschichte nieder und ließ sie bebildern. Spannende Zeilen, sowie lebendige Bilder schmückten die Seiten und warteten darauf bereist zu werden. Die Großmutter legte das Geschriebene in den Koffer und verschenkte ihn beim nächsten Besuch an ihre Enkel. Die Kinder freuten sich sehr, über die nostalgische Lederschachtel. Sie eilten durch den Flur in das am Ende gegenüberliegende Kinderzimmer.

Die Geschwister öffneten Herberts Messingschnallen und ein frischer Abenteuerwind pfiff ihnen plötzlich durchs Haar. Ein fröhlicher Gesang hallte dem Wind nach und steigerte das Klopftempo der kleinen Kinderherzen. Aufgeregt zogen sie den Reißverschluss auf und fanden ein aufgeschlagenes Buch über dessen weiße Seiten ein blauer Drache flog.

Er war scheinbar aus einem umgekippten Tintenfass entschlüpft. Sophie war froh, dass sie schon lesen konnte und schnappte sich neugierig das Buch. Mit Spannung las das Mädchen die ersten Sätze laut vor. Mit jedem vorgelesenen Wort hob der Koffer höher von dem flauschig blauen Teppichboden ab. Er wackelte nervös umher und schlug mit seinen lederharten Deckeln wie ein großer Adler mit seinen Flügeln. Herbert kam immer höher und stupste die Kinder auffordernd an! Sophie und Henry überlegten nicht lange und sprangen instinktiv hinein. Herbert schnallte die beiden an und sauste davon, in eine unbekannte weiße Welt. Dort trafen sie auf den friedfertigen Tintendrachen Blue. Er war ein leidenschaftlicher Sänger und sehr freundlich. Als er die beiden bemerkte lud er sie gleich zu einem seiner Konzerte ein. Sie waren die einzigen Gäste und das obwohl Blue eine verdammt gute Stimme hatte. Seine Vorstellungen waren fantastisch! Irgendwann wollten Sophie und Henry weiter durch die Lüfte fliegen, aber das passte dem Drachen überhaupt nicht! Er liebte den Publikumsapplaus und wollte ihn keinesfalls wieder gegen die Stille eintauschen. Er dachte sich hunderte von Ausreden aus, damit die Knirpse noch blieben. Kopfschmerzen, drohende Tintenunwetterwarnungen, gefährliche Zeitverschiebungen und bevorstehenden Tintenmeteoritenhagel flunkerte er den Kindern vor.  Eines Tages jedoch, kam ihm nichts mehr in den Sinn was die Menschennachkömmlinge zum Bleiben anhielt. Die Heranwachsenden verabschiedeten sich von Blue und hüpften zurück in den Koffer. Sie wollten gerade starten, als sie Blue dicke Krokodiltränen weinen sahen. Die großen Tropfen verwischten ihm sein ganzes Tintengesicht. Mit jeder Träne verschwamm der Drache mehr und mehr. Sophie und Henry brachten es nicht übers Herz Blue in diesem Zustand zurück zu lassen.  Sie grübelten sich durch viele Ideen und einige Überlegungen später kam ihnen der rettende Gedankenblitz. Sie versprachen Blue ihn über alle Seiten hinaus bekannt zu machen. Der Drache hörte auf zu flennen, flog einmal ins Tintenfass zurück, tauchte durch das Blau und kam frisch gemalt zurück. Er pfiff glücklich und verpasste den Kofferreisenden einen Anstoß in die Lüfte.

Mit einem breiten Lächeln, zufriedenen Getriller und einem zufriedenen Winken verabschiedete sich der Drache auf ein baldiges Widersehen. Mit einmal Husten war die Kinderei vorbei und die Geschwister flogen wieder nach Hause. Nach einer sanften, gekonnten Landung sprangen sie aus ihrem Spezialflugobjekt und stürzten zurück ins Wohnzimmer. Sie erzählten mit Händen und Füßen von ihrem Ausflug und ihre Großmutter wusste sofort, dass sie bei Blue waren. Viel zu lange hatte sie auch ihn nicht mehr gesehen. Ein Besuch kam leider durch ihre jetzige Größe und ihr Gewicht nicht mehr in Frage. So wollte sie sich Herbert nicht mehr zumuten! Sophie und Henry strengten noch einmal ihre Gehirnzellen an. Natürlich schoss ihnen der Supereinfall in den Kopf! Sie verschwanden im Keller und kramten dort den größten Familienkoffer aus. Sie zerrten ihn die Treppen hinauf und schleppten ihrer Oma das Gepäckstück bis vor die Füße. Die staunte nicht schlecht und ließ sich nicht zweimal bitten mitzureisen! Oma Inge traf auf ihren alten blauen Freund und beide waren außer sich vor Wiedersehensfreude. Inge flog fortan täglich zu Blues Mondscheinopern und lauschte seiner herrlichen Stimme. Sophie und Henry sammelten alte ausrangierte Koffer in allen Größen, Farben und Varianten. Sie gründeten damit eine einzigartige Reisegesellschaft, die zum Geheimtipp wurde.  „Inge-Reisen“ brachte viele Fantasieabenteurer nach Tintonien. Blue bekam seine applaudierenden Zuschauer und Inges Abenteuer einen Platz im „Wortgewandt Märchenland.“

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